Saturday, April 14, 2007

meinungsmarkt

Man muss nicht viel von Adam Smith halten, kann ihn an etlichen Stellen begründet kritisieren. Ihm aber vorzuhalten, was dummdreist aus ihm gemacht wurde ist frech.

"Diesen Katalog (der *wahren* Werte - d.V.) - Tugenden wie Sünden - hat die Säkularisierung im Westen schrittweise, wenn auch nie restlos, kassiert, wobei dem liberalen Evangelium nach Adam Smith eine Schlüsselrolle zukommt. Denn ihm gelang es bekanntlich, gerade im Zentrum aller Todsünden - dem natürlichen Egoismus - «Gottes verborgene Hand» auszumachen." (Adolf Muschg in der NZZ)

Genau genommen war Smith insofern Utopist, als das seine Definition von Eigennutz in etwa das beschreibt, was heute Nachhaltigkeit genannt wird. Er trat für einen Kapitalismus ein, der langfristig nicht seine Akkumulationsgrundlagen zerstört. Es mag bessere Weltbilder geben...


np: the cure (gute-laune-musik, passt schön zum Wetter, find ich)

0 Comments:

Post a Comment

<< Home