Monday, February 25, 2008

out from nowhere

oder: nihilisten sind die eigentlichen humanisten:

Im ewigen Lauf der Dinge, bestehend aus hochquälen - lohnarbeiten - saufen - fressen - pennen und wieder von vorn hat man ja wenig Zeit und selten Lust für erbauende Aktivitäten, wie beispielsweise ein gutes Buch zu lesen.

Da ich erst seit ca. zwei Jahren auch mal Romane statt Sachbüchern lese, hab ich bestimmt einiges verpasst. (Tipps gerne als Kommentar.)

Es gibt sie, die Perlen, das ganz große Kino. Ein Buch das knallt wie der Film Spun und die Synapsen tanzen lässt wie eine CD von silk saw, oder eben eine Reise mit Sibylle Berg ist.

Es gibt in "Die Fahrt" auch nicht den schönsten Satz (na ja, vielleicht den: "Die Schlichtheit der Rasse, der sie, ohne gefragt worden zu sein, angehören musste, ekelte Ruth."), man müsste das halbe Buch zitieren.

Nebenbei les ich darin ein Plädoyer dafür, da *das Leben* eben sinnlos ist, es für alle so angenehm wie möglich zu gestalten.

Bei 3sat heißt es: "Nach der Lektüre eines Buches von Sibylle Berg möchte man entweder auf der Stelle Selbstmord begehen oder gleich noch ein Buch kaufen."

Ich werd jetzt erst mal alle Bücher der Frau Berg käuflich erwerben und konsumieren, dann denk ich noch mal über die Sache mit dem Selbstmord nach. (Aber man stirbt ja nicht mutwillig vor seinen Eltern, das gehört sich einfach nicht.)


np: silk saw - empty rooms

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