Wednesday, January 28, 2009

medien ueber medien

Es gibt ja Leute, die sich modern dünken, weil sie die Neue Dualität von print und internet beschwören.

Die Argumentation geht so: Internet für Nachrichtenhäppchen, print für qualitativ hochwertige Analysen (keiner sagt allerdings, dass sich die Quellen für diese Analysen als (mal mehr, mal weniger wissenschaftliche) papers im web finden, handelt es sich nicht um echte Reportagen.

Ich gebe zu, Belletristik mit mehr als drei Seiten und so lese ich auch (noch) lieber als gedrucktes Buch (bin aber auch scho über 30), für Zeitungsartikel, und seien sie noch so cool, braucht es eigentlich keine Baumrodung mehr....

Das mit dem die coolen Leute bezahlen ist ja nun noch mal ne andere Sache....

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Wednesday, June 25, 2008

analyse und kritik

oder: warum google news loost:

a) Es bietet keine qualitativen (bzw. subjektiv ausgewählten und bewerteten) links. (blogs sind da besser)

b) google news bietet konzeptbedingt nicht den Mehrwert, den z.B. der perlentaucher täglich generiert (also den Versuch, halbwegs objektiv über Meldungen und Meinungen zu informieren, sieht man mal vom antideutschen Einschlag der deutschen Käpten Nemos ab.) - leider fehlt uns seit langem die Zeit, den perlentaucher mehr als nur grob zu überfliegen.

c) google news kann es mit einem individuell konfiguriertem RSS-Mix nich aufnehmen.

Warum google news nicht gar so lame ist:

Scrollst du nach ganz unten, kannst du die Internationalen Versionen von Google News checken.

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Friday, June 20, 2008

print ist tot

oder: besser bloggen:

Die Zeit des elitär daherkommenden Printjournalismus ist vorbei. Online-Journalismus ist (ganz postmodern/neoliberal) Dienst am Kunden (hier: Leser) - im positiven Sinne.

Burkhard Schröder beantwortet hier die relevanten Fragen zur Zeit: "Was ist und zu welchem Ende betreiben wir Online-Journalismus? Wie setzt man Links, warum und wohin?"

Im Subtext wird deutlich: guter Online-Journalismus ist im Gegensatz zu herkömmlichem Print die Einladung, Recherche und Meinungsbildung nachzuvollziehen (don´t believe the hype, könnte man sagen) - eben eher open source denn closed source. Ich behaupte mal, dafür werden die Leute in Zukunft ihr Geld ausgeben. (Schröder formuliert es anders: "Wer in fünf Jahren die Prinzipien des Online-Journalismus nicht beherrscht, immer noch keine Links setzt und sich nicht der direkten Konfrontation mit kritischen Lesern aussetzen will, der hat verloren.")

Das Meinungsbildner, die sich selektiv nur auf das beziehen, was ihre Sicht der Dinge bestätigt damit aufs Altenteil gehören - geschenkt. Diese Stoffel braucht 2k8 ja wohl echt keiner mehr (höchstens die Spezies der Identitätshanseln). Gefragt sind vielmehr Angebote wie german foreign policy oder auch das Handelsblatt, die wirklich relevante Hintergrundinformationen liefern.

An dieser Stelle könnte man jetzt einwerfen, dass es keine objektive Sprache gibt - des lassen wir mal.

Auch für Blogschreiberlinge wie uns, die alles andere als einen journalistischen Anspruch erheben vermittelt der Text noch mal eigentlich Selbstverständliches - wenn auch manchmal Zeit und/oder Lust zur Umsetzung fehlen. (btw.: ich kenne allerdings kaum Blogs, die Links nicht so setzen wie von Schröder postuliert.)

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Sunday, June 01, 2008

satz der woche

oder:

- "Einmal Bockwurst mit Brot, bitte."

- "Den Senf können Sie sich selbst draufmachen, soviel Sie wollen."

"Und eine relevante kritische Öffentlichkeit, die sich mit Massenpropaganda nicht abspeisen läßt, gibt es in Deutschland nicht." (Jörg Kronauer über deutsche Zustände)


np: Jimi Tenor - Suger Daddy

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