Wednesday, October 13, 2010

die wahre krise

oder: vwl für dummies:

irgendwann waren viele konsumgütermärkte gesättigt, nix mehr mit überproportionalem wachstum. da kamen wir auf die idee, die basalen bedürfnisse (strom, heizung, telekommunikation, wasser kommt noch bald) zu vermarkten.  irgendwie funktioniert das aber nicht, der polk ist anders als in unseren theorien zu faul oder zu doof, alle drei wochen einen anbieterwechsel vorzunehmen - dabei müsste er das, zumindest langfristig, sagt doch selbst das einfältigste marktmodell der makroökonomie (die mikroökonomen sind doch eh nur korintenkacker, fast so dumm wie die soziologen, die an vitamin b und vetternwirtschaft glauben und nicht an die kraft der unsichtbaren freien hand - da wir sowas schlecht bis gar nicht empirisch nachvollziehen können, sehen wir makroökonomen das mal eben als undefinierte konstante die kleine abweichungen vom gleichgewichtsmodell verursacht, wird schon passen) - nix gegen die makroökonomie, nur sollte man wissen, das die eigentlich von zeiträumen ab mindestens 50 jahren ausgeht....... und man sollte die vorteile und grenzen solcher modelle kennen und einräumen, was leider meist nur im economist passiert, ansatzweise manchmal auch im dt. handelsblatt

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Tuesday, December 15, 2009

ziele, ne, ziele

oder: kapitalismus 2.8: oder: vwl für dummies part ???:

Schlechter Service: Banken patzen bei Anlageberatung

es geht ja auch nicht um beratung, sondern um zielorientierten abschluß :) - ob antagonist des nu brauch oder nich

in frankreich sind sie da schon weiter.......

ob des wohl was damit zu tun hat, dass auch teutsche vorzeigekonzerne umstrukturiert haben? man weiß es nicht, nur kann man darüber echt zum vollarsch werden, falls involviert....

aber hey, vor der moral kommt das fressen, hat mal ein kluger mensch beobachtet - weswegen die option suizid etwas far out ist....


np: fever ray - When I Grow Up (Hakan Lidbo's Encephalitis Remix)

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Wednesday, October 21, 2009

aufreger der woche

oder: vwl für dummies part x.x.x.: oder: falsch verstanden:

Bei spon regt sich ein Herr Kaden auf: "Banken machen plötzlich wieder satte Gewinne, wachsen zu riesigen Geldkonzernen heran - und wollen das Risiko ihrer Geschäfte auf Dauer dem Steuerzahler aufbürden. Was gerade in der Finanzindustrie geschieht, verstößt gegen die Grundregeln der Marktwirtschaft. Die Politik muss jetzt radikal regulieren."

Gewinne werden Privatisiert, Verlust (bzw. Risiken) Sozialisiert - das ist allerdings eine Grundregel des bürgerlichen kapitalistischen Staates, das verstößt keinesfalls gegen die Grundregeln der Marktwirtschaft, es ist eines ihrer konstituierenden Elemente.

Plastisches Beispiel? Naja, z.B. die Endlagerung von Atommüll, Bürgschaften des Bundes für Exportrisiken, militärischer Schutz vor Piraten usw.

Btw.: Selbst in der bürgerlichen Volkswirtschaftslehre gibt es Leute, die sich mit negativen externen Effekten auseinandersetzen, sogar solche, die eine Internalisierung dieser fordern.

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Friday, September 04, 2009

alles regelt der markt, der markt

oder: wenn zwei sich auf augenhöhe treffen, darf ja mal kritisiert werden: oder: vwl for dummies part xxx:

"WTO kritisiert Airbus-Subventionen - Veröffentlicht wurde die streng vertrauliche Entscheidung allerdings noch nicht." (handelsblatt) - nuja, da gehts ja auch noch um politik un so

auch interessant: atomstrom doch teurer, als von marktliberalen (die ja sonst nicht müde werden den subventionismus z.b. bei sozialen hilfszahlungen zu kritisieren) vorgerechnet - aber gut, denen wurde eingetrichtert, variablen kurzerhand als konstanten in die "gleichgewichtsrechnung" reinzurechnen, da kann man nicht viel erwarten....

und nein, es geht im kapitalismus nicht darum gewinne zu privatisieren und verluste zu sozialisieren (im ersteren fall ist der staat scheiße, im zweiteren muss er ja wohl einen auf  "ordnungspolitik" machen....

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Saturday, February 07, 2009

zuckerbrot und peitsche

oder: evolution des kapitalismus: oder: sind wir nicht alle schausteller im kapitalistischen betrieb?:

Der Wallerstein sagt, in dreizig Jahren haben wir hier keinen Kapitalismus mehr, entweder etwas noch autoritäreres (wenn auch vielleicht noch cleverer verpackt?, oder halt mit mehr Gewalt... - d.V.) oder doch etwas mehr Kommunismus im emanzipatorischen Sinne.

Als hoffnungslos negativ denkender Mensch glaub ich ja, das mit der Diktatur der Bourgeois wird sich durchsetzen - selbst von primitiveren Religionen ließ sich das Pleb bisher beeindrucken....

btw.: zu dem "cleverer verpackt": es ist billig Apple oder Toyota oder Replay (die es in Sachen kap. verwertbarer Markenbildung geschafft haben, was Benetton verrafft hat, weil die Klamotten einfach zu Hilfiger (Burschialarm) waren - Diesel wiederum hatte sehr gute Werbespots (der legendäre "long hot summer" spot aus den neunzigern), schaffte es trotzdem nicht, mehr als eine Prollmarke zu werden - G-Star liegt irgendwo dazwischen..., aber gut Mann von Welt trägt heute auch nicht mehr Prada (sorry Bret), sondern Strellson) zu dissen, schwieriger ist es, sog. Subkulturerscheinungen zu kritisieren, die in the end genauso funktionieren, davon aber nicht wirklich im kapitalistischen Normalbetrieb überleben können, und sich daraus ein "besser" konstruieren...

.end


np: lamb - gorecki

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Friday, January 23, 2009

jeder ihren mercedes

Was sich der ideelle Gesamtkapitalist da mit der Abwrackpeämie leistet, geht auf keine teutsche Haut.

"Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer" erklärt der BILD: "Die Fahrer von neun Jahre und älteren Fahrzeugen kaufen überwiegend Gebrauchtwagen oder preisgünstige Kleinwagen. Und die kommen aus Osteuropa, Italien oder Frankreich. Etwas profitieren könnte allenfalls Ford mit dem Fiesta und Focus und VW mit Polo oder Golf und Opel mit Corsa und Astra. Aber die richtigen Gewinner sind die Dacias, Hyundais, Chevrolets, Suzukis und Fiats".

Aus Umverteilungsgesichtspunkten (immer schön von unten nach oben, ne) würde natürlich eine prozentual auf den Kaufpreis berechnete "Umweltprämie" besser sein - und wär ja auch nur gerecht, 20% auf alles...

Das die globale Autoindustrie kapitalistisch betrachtet seit einigen Jahren auf einem Sättigungsmarkt agiert, der zu massiven Konsolidierungen führen wird (auch ohne so called Finanzkrise) soll hier nicht weiter erörtert werden, des setz ich mal als Gemeinplatz voraus.

Und ausserdem: "Es macht keinen Sinn, Unternehmen künstlich zu beatmen, die mit ihren Produkten auf den Märkten nicht bestehen können. Man muss im Hinterkopf behalten, dass auch in wirtschaftlich guten Zeiten Unternehmen bankrott gehen, wenn sie nicht anbieten, was die Kunden verlangen." Sagt Justus Haucap, Chef der Monopolkommission dem Handelsblatt. Besser hätte es der Schumpeter auch nicht gesagt.

Angesichts der letzten Quartalsbilanz von Apple könnte man des auch umdrehen (ohne hier Äpfel mit Birnen vergleichen zu wollen (Stichworte: Investitionshöhe, Gebrauchswerterbringung des Produktes über die Zeit, erm Lebensdauer usw.): Man muss im Hinterkopf behalten, dass auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten Unternehmen Gewinne einfahren, wenn sie anbieten, was die Kunden verlangen.

Wenn man immer so lauthals nach Markt schreit, sollte man auch bereit sein für die eigene Entwicklung schlechte Tendenzen zu schlucken, denn Markt ist nicht, entgegen der Praxis Besitzstandswahrung. Die Produkte der Musikindustrie zeigen hier wo es langgeht: Gestern hipp, heute lame - oder so...

Auch könnte man Besitzstandswahrung und mediale Meinungsmanipulation mittels kostenlosen Zeitungsabos forcieren, denn die vierte Macht im Staat hat ja die Aufgabe, ein Stück Zutrauen in die beste aller möglichen Welten entstehen zu lassen...

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Wednesday, January 14, 2009

mitnahmeeffekt

oder: vwl für dummies x.x.x.:

"Der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöfer von der Uni Duisburg hat eine Abwrackprämie deswegen als "Konjunkturprogramm für die Werke in Rumänien, Tschechien oder Italien, finanziert aus deutschen Steuergeldern" bezeichnet." (quelle)

Was häufig verkannt wird, es geht ja beim Konjunkturpaket nicht primär um dt. Arbeitsplätze, sondern um die Mehrwertabschöpfung der dt. Kapitalien (Abwrackprämie? - Nun ja, "Ankurbelung" der Nachfrage auf dem für die dt. Automobilindustrie so wichtigen Binnenmarkt schadet ja nicht). Wo der Mehrwert nun genau abgeschöpft wird (also "die Arbeit genommen" wird) ist eigentlich egal. (Gut, der ideelle Gesamtkapitalist muss auch ein bisschen das Volk ruhighalten, dazu hat man sich aber auch scho Gedanken gemacht - Einsatz der Bundeswehr im Innern z.B.)

Was mir ganz gelegen kommt: die 2500 Eus dieses Jahr als Mitnahmeeffekt abzustauben.

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Wednesday, December 17, 2008

das system fragen bzw. die systemfrage

oder: out of my way i´m runnin´:

"Wir können mit Zuversicht behaupten, dass das derzeitige System nicht überleben kann. Was wir nicht vorhersagen können, ist die Ordnung, die gewählt wird, um es zu ersetzen, weil dies ein Ergebnis von nahezu unendlichen individuellen Anstrengungen sein wird. Aber früher oder später wird ein neues System installiert werden. Es wird nicht das kapitalistische System sein, und es könnte auch viel schlimmer werden (sogar noch polarisierender und hierarchischer), oder auch viel besser (relativ demokratisch und relativ egalitär) als das derzeitige System. Die Auswahl eines neuen Systems ist der wichtigste globale politische Kampf unseres Zeitalters."

Prophezeit der Guru der modernen Wirtschaftslehre (Wallerstein). Zitat geklaut aus dem 3. Teil der Kurzen Geschichte der Weltwirtschaftskrise.

Nun ja, unsere Jungs in Griechenland rocken ja scho bisschen.

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Friday, December 05, 2008

die sache mit dem geld

oder: die sache mit dem geld:

In Zeiten, in denen Geld, dieses universale Tauschmittel, keine fixe Größe ist, und somit wirtschaften kein Nullsummenspiel, wie etwa der Umgang mit potentiell begrenzten Resources ist, ist eigentlich klar, dass die Marktwirtschaft, wie wir uns gewöhnt haben den Kapitalismus zu nennen, Krisen am laufenden Band produziert. Sagt Thorsten Polleit. (Nicht so, wie ich es lese, aber implizit schon.)

Das erwünschte Fehlallokation (das auf Halde produzierte Zeug muss weg, was wird sonst aus dem Wachstum?) zum Prinzip Kapitalismus gehört sagt Polleit nicht - und solange die Marktanarchisten nicht sagen, wir reden hier über einen Teilaspekt humanoiden Lebens, Befriedigung basaler Bedürfnisse setzen wir als gegeben vorraus, solange kann man die ja nicht wirklich ernst nehmen.

Btw.: Hier räumt mal einer mit dem Mythos des "Green Capitalism" auf, allerdings: energy for the masses ist ja auch nicht die blödeste menschliche Erfindung.


np: Von Magnet - Ni Prédateur Ni Proie

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Monday, December 01, 2008

ökonomie und krise

oder:

Teil 2 der "Kurze(n) Geschichte der Weltwirtschaftskrise" von Tomasz Konicz, krass, dass auch der Wallerstein diagnostiziert, dass der 5. Kondratieff noch nicht in Sichtweite ist....

BTW.: Mit dem Peter Sloterdijk scheint es sich ja doch zu lohnen, mal einen Saufen zu gehen (und wenn er voll ist, ihn zu einer anderen Frisur zu überreden... :).

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